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Die Knospe der Rose Von der üppigen, grünen Blätter Schattgem Netze dicht umwoben, Wagt den Kelch nicht zu entfalten, Knospe noch, die zarte Rose. Und sie reift das Gold der Düfte In des Kelches tiefem Borne, Reift der Reize stille Mächte In dem Innersten verborgen. Rose, Rose! bald entschwellen Muss die Kron der vollen Knospe, Steigen bald das Gold der Düfte Aus des dunklen Kerkers Wohnung. Purpurglühend wird erstrahlen Die, der Sehnenden, Aurora, Ihr dein Kelch entgegen glühen Von der Blätter grünem Throne. Selig, selig, wem erblühet Dann die lang verschlossne Krone, Dass er trinke Gold der Düfte Aus dem reichen Kelch der Wonnen! © Johann Adelbert von Chamisso                                 Vorschaubild zum Vergrößern anklicken